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@VeganAtheist@social.vivaldi.net

2026-09-26 11:34 UTC

6/ Aus früheren Strategisch-Wählen-Kampagnen für Grünen-, Linken- und SPD-Kandidat*innen wissen wir: Viele demokratische Wähler*innen sind offen dafür, ihre Stimme gezielt einzusetzen, um die AfD von der Macht fernzuhalten. So auch dieses Mal. In Sachsen-Anhalt hat ein Großteil der SPD- und Grünen-Wähler*innen angegeben, die Partei vor allem aus strategischen Gründen gewählt zu haben.[6] Und in beiden Bundesländern haben viel mehr Menschen mit Erst- und Zweitstimme eine unterschiedliche Partei gewählt als bei vergleichbaren Wahlen.[7,8] Beides zeigt: Unsere Kampagne wirkt. Dennoch nehmen wir die Argumente der Kritiker*innen ernst. Ein häufig gefallener Punkt: Strategische Wahlkampagnen können Stimmen zwischen den demokratischen Parteien verschieben – aber sie können nichts dagegen tun, dass sich immer mehr Menschen von demokratischen Parteien abgewandt haben. Das stimmt, greift aber zu kurz:

Replies (1)

  • 7/ Eine strategische Wahlempfehlung ist ein Notfallplan, keine Normalität. Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht. Um die möglichen Szenarien gut einschätzen zu können und bestmögliche Grundlagen für unsere Empfehlung zu bekommen, haben wir in beiden Bundesländern repräsentative Umfragen in Auftrag gegeben. Eine strategische Wahlempfehlung kann kurzfristig helfen, eine AfD-Regierung zu verhindern – ersetzt jedoch nicht langfristige Demokratiearbeit. Sie kann nicht Menschen zurückgewinnen, die sich von demokratischen Parteien abgewandt haben, sie überwindet keine sozialen Ungerechtigkeiten. Das spricht nicht gegen strategische Wahlaufrufe. Sondern ist ein Argument dafür, nicht ausschließlich auf dieses Instrument zu setzen.

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