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@VeganAtheist@social.vivaldi.net

2026-09-26 11:34 UTC

7/ Eine strategische Wahlempfehlung ist ein Notfallplan, keine Normalität. Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht. Um die möglichen Szenarien gut einschätzen zu können und bestmögliche Grundlagen für unsere Empfehlung zu bekommen, haben wir in beiden Bundesländern repräsentative Umfragen in Auftrag gegeben. Eine strategische Wahlempfehlung kann kurzfristig helfen, eine AfD-Regierung zu verhindern – ersetzt jedoch nicht langfristige Demokratiearbeit. Sie kann nicht Menschen zurückgewinnen, die sich von demokratischen Parteien abgewandt haben, sie überwindet keine sozialen Ungerechtigkeiten. Das spricht nicht gegen strategische Wahlaufrufe. Sondern ist ein Argument dafür, nicht ausschließlich auf dieses Instrument zu setzen.

Replies (1)

  • 8/ Campact macht viel mehr als Wahlaufrufe. Ein Beispiel: unser NoAfD-Fonds. Seit dem Start Ende 2025 haben mehr als 70.000 Menschen gespendet, insgesamt sind mehr als 3 Millionen Euro zusammengekommen. Die Hälfte dieses Geldes floss in unsere Strategisch-Wählen-Kampagne. Die andere Hälfte geht an Initiativen und Vereine in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern – für deren Arbeit vor Ort. Wir nehmen aus den Landtagswahlen mit: Strategisches Wählen kann funktionieren, sinnvoll und wichtig sein. Manchmal entscheiden wenige Tausend Stimmen darüber, welche Mehrheiten in einem Parlament möglich sind. Aber strategisches Wählen ist kein Allheilmittel und hat negative Nebenwirkungen. Neben kurzfristigen Kampagnen braucht es vor allem eine starke Zivilgesellschaft. Es braucht Parteien, die Hoffnung machen und nicht nur vor dem Schlimmsten warnen. Und es braucht eine Regierung, die Menschen einen Grund gibt, an demokratische Veränderungen zu glauben.

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