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Ein kurzer Ausflug in den Süden Berlins – auf eine Teststrecke, ob nicht doch die eine oder andere Schraube locker ist.
Plattenhoppeln zwischen Trebbin und Zossen
Obwohl ich gestern Abend ewig darüber gegrübelt habe, wo ich heute entlang fahre, der Anschlag zum CSD Berlin und die dazu stattfindende Trauerveranstaltung hat mich alles über den Haufen werfen lassen. Heraus kam eine kurze Tour zwischen Trebbin und Zossen.
In Polen habe ich festgestellt, dass die G-Line ziemlich gut über Betonplatten kommt und auch unbefestigte Wege sind damit gut fahrbar sind. Also kann ich auch noch ein paar unentdeckte Wege im Süden Berlins damit abfahren.
Für die Nicht-Eingeweihten: Praktisch die ganze Fläche zwischen Großbeeren und Blankenfelde im Norden und Wiesenhagen und Rehagen im Süden besteht aus großflächigen Feldern, die von Entwässerungsgraben durchzogen sind – verbunden durch mehr oder weniger unebene Betonplatten. Landschaftlich ist das durchaus reizvoll. Mit dem Rad sollte man dort aber in der Regel nur durchfahren, wenn man in den Folgetagen testen möchte, wie sorgfältig die Radwerkstatt die Schrauben wieder fest zieht.
Los geht es also in Trebbin, das ich Richtung Süden parallel zur Anhalter Bahn verlasse. Und bereits da beginnt der Geländeteil, den ich bewusst nur einmal mit dem kleinen Brompton gefahren bin.
Man stößt dann auf die alte B 101, die ich aber gleich wieder verlassen habe auf einem mit vielen Wurzelaufbrüchen durchzogenen Radweg zum Wiesenhagener Friedhof. In Wiesenhagen biege ich dann ab in Richtung Feldlandschaft und überquere dort die neue B101.
Dahinter folgen auch erstmal Betonplatten, die sogar rennradtauglich sind.
Glatte Betonplatten
Weil ich nach langer Zeit auch noch ein paar Kachel einsammeln möchte, ändert sich das Bild aber rasch und ich habe wieder Grün und Erde unter mir.
Danach geht es auf einen „klassischen“ Plattenweg, direkt neben dem Wiesengraben. Es herrschte eine angenehme Frische daneben.
Grün neben dem Plattenweg liegt der Wiesengraben.
Die Betonplatten liegen in der ganzen Gegend rum. In der Ferne sieht man auf den Hügeln des Teltow Windkraftanlagen.
Der Weg führt mich nach Lüdersdorf, einem Rundlingsdorf, mit für die Gegend sehr typischen Bauernhäusern.
Über Eichenhof und Gadsdorf nehme ich dann Kurs auf Saalow und dort gibt es zur Abwechslung entweder Schotter oder Steinpflaster. Ich nutze beides wegen eines entgegen kommenden Fahrzeugs.
Direkt dahinter liegt das ehemalige dortige Pflegeheim, heute ein echter Lost Place.
Mellensee ist dann nicht mehr weit und der schöne Radweg entlang des Nottekanals bringt mich nach Zossen, wo mich zwar keine Briefkastenfirma, dafür aber die Baustellentreppe am Bahnhof erwartet, von wo ich schnell zurück in die Stadt fahren kann.
Radweg am Nottekanal.
Insgesamt war die Tour etwa 27 Kilometer lang. Die Strecke gibt es auf Strava oder Komoot.
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