Elektrine lite

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Simone Dede Ayivi

dedesimone@climatejustice.social

<p>Theater aus Schwarzer feministischer Perspektive und ne Kolumne in der taz. <br />Bock auf Stadtpolitik, Antifa, Antira, Punkrock und Rzepte. Berühmt für mein Rumkaramell.</p>

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    Was ist das ständige Erinnern und Gedenken wert, wenn wir keine Konsequenzen für die Gegenwart daraus ziehen? Wir alle müssen uns entscheiden, ob wir a) der Tradition des Schweigens und Wegschauens folgen möchten oder b) in der Tradition des Eingreifens und Handelns stehen wollen. Leider ist es doch häufig so, dass sich zu b) bekannt wird, aber nach a) gehandelt. Über das beherzte Eingreifen beim Stauffenberg-Gedenken und warum mich die Entfernung dieses Kranzes erleichtert hat, habe ich in der...

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    &quot;Es ist unangenehm, das zuzugeben. Aber wir kommen wohl nicht drum rum: Konservative und Rechte haben besser erkannt, wie wichtig Kultur für eine offene, plurale Gesellschaft ist. Sonst würden sie sie nicht so vehement bekämpfen, und dabei auf nur geringe Gegenwehr stoßen. Für die neue Rechte ist die Kultur ein wichtiges Kampffeld. Einer der Schlüssel zum Umbau der Gesellschaft. Spätestens das Programm der AfD Sachsen-Anhalts sollte alle aufschrecken lassen: Da wird eine patriotische Kultu...

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    Neue Kolumne: @tazgetroete &amp;quot;Ich erzähle immer wieder gerne, dass ich in den ersten Monaten hier meine Rückenschmerzen verloren habe, weil ich zuvor nur mit hochgezogenen Schultern durchs Leben gegangen war und nun loslassen konnte. Wie ich über Jahrzehnte das Gesundheitssystem mit Physio- und Psychotherapien belastet hätte, wäre mir Berlin nicht passiert, mag ich mir gar nicht vorstellen. Kein Länderfinanzausgleich kann aufwiegen, was diese Stadt leistet. Als Dankeschön an diese Stad...

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    „Wenn wir alt sind“, habe ich gesagt, „dann besuchst du mich in Deutschland.“ Es ist etwas einfacher für Rentner*innen, ein Visum zu bekommen. „Und dann zeige ich dir Frankfurt und Berlin. Ich zeige dir mein Maison familiale, wo Papa gelebt hat, als er in Deutschland war. Dann bin ich die, die für dich übersetzt, Tickets löst und einkauft, was du nicht findest, weil ich weiß, wo. Wenn wir alt sind, kommst du zu mir und dann bist du der Fremde und ich passe auf, dass du nicht verloren gehst.“ Du...

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    Ostern ist das erste verlängerte Wochenende des Jahres mit dem Potenzial auf gutes Wetter: ideale Bedingungen für einen Kurztrip für alle, die weder Eier verstecken noch suchen müssen. Und so bin ich sicher, dass auch dieses Wochenende zwischen Frankfurt und München oder Berlin und Hamburg wieder Frauen an Vierern sitzen, quatschen und dabei die ein oder andere Flasche köpfen. Es könnte sogar sein, dass sie dabei laut lachen. Ich hoffe, es ist so. Ladys, lasst krachen! Freun­d*in­nen­schaft ist...

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    @byggvir @tazgetroete Ähm... ja. Deshalb ist das auch nicht das Thema hier.

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    Ich will wissen, was andere politisiert und dazu bringt, sich zu engagieren. Deshalb habe ich in den letzten Jahren viele Gespräche mit Menschen geführt, die zum ersten Mal aktiv wurden. Rentner*innen, die 2015 Geflüchtete unterstützt haben, Kinder, die mit Fridays for Future auf die Straße gegangen sind, Menschen, die Rassismus erfahren haben und beschlossen, sich zu wehren oder Personen, die nach den Enthüllungen um das geheime Treffen von Rechts­ex­tre­mis­t*in­nen in Potsdam erstmalig zu an...

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    Was tun meine fellow Alt-Antifas gerade so? Ich glaube: Antifa-Rente ist vorbei. Ihr müsst zurück in die Gruppe! Ich will hier nicht den Merz markieren: Ich gönne allen jede Freizeit und Erholung. Aber ihr werdet gebraucht. Wer im aktuellen politischen Klima nichts Besseres zu tun hat, als seine Plattensammlung abzustauben, braucht mir auch nicht das Beste aus den 80ern und 90ern erzählen. Dem nehme ich den Antifaschismus nicht ab. Ihr reagiert nicht auf moralischen Druck. Das war nie euer Ding...

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    Ich kann die Öffentlichkeit darauf aufmerksam machen, dass ein Rassist ein rassistisches Buch geschrieben hat, oder diese Aufmerksamkeit antirassistischen Texten oder Au­to­r*in­nen of Color zukommen lassen. Auf dem Platz, auf dem steht, wie männerdominiert das Theater ist, könnte auch die Arbeit besprochen werden von Leuten, die keine cis Männer sind.