@seitenweiser@literatur.social
2026-06-06 15:25 UTC
Mit jeder Entscheidung, welches Buch wir lesen, besprechen, kaufen, geben wir ein Signal an den Buchmarkt ab. Dieser reagiert auf uns. Das sehen wir beispielsweise am Anstieg der Farbschnitte. Sie werden gekauft, also werden sie produziert. Damit kommt uns als konsumierenden Personen eine gewisse Marktmacht zu. Wir können mitentscheiden, welche Texte gefördert werden. Das lässt sich auch zugunsten von marginalisierten Autor*innen einsetzen, die es sonst deutlich schwerer auf dem Markt haben. 2/
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@seitenweiser@literatur.social 2026-06-06 15:25
Darüber hinaus sind Bücher Zugänge zu Wissen und neuen Perspektiven. Verbannen wir diese, berauben wir uns neuer Erfahrungen und Möglichkeiten zur Empathie. Und wir haben schon einmal gesehen, was passiert, wenn Bücher verboten werden und am Ende brennen. Auch Sprache – und damit im weiteren Sinne Bücher – ist ein Indikator für Radikalisierung in einer Gesellschaft. An Sprache können wir festmachen, was Gesellschaften bewegt und wen sie ausschließen. 3/