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@OurParadise@social.tchncs.de

2026-08-10 08:11 UTC

#SchöneAlteWörter genieren wobei das "g" wie das zweite g in Garage gesprochen wird 😉 Ein Gefühl, welches sich meiner Meinung nach erst im Laufe des Lebens zu entwickeln scheint. Angeblich gibt es kein Substantiv, also wir benutzen manchmal Genöse 🤭 Meist reflexiv, sich unsicher fühlen, gehemmt sein, sich schämen Entlehnung aus dem Frazösischen "gêner" (gêne: Zwang, Beklemmung, Verlegenheit) Und DAS war jetzt überraschend. Altfrazösisch "gehine": Das durch Folter erlangte Geständnis, Folter, welches von "gehir, jehir" für gestehen, bekennen abgeleitet ist. 😳

Replies (3)

  • @no_brainer@sueden.social 2026-08-10 10:36

    @OurParadise@social.tchncs.de Bei uns sagte man Sei doch nicht so „schinand“ [schüchtern / verlegen] (ich hab absolut keine Ahnung, wie man das schreibt!) Das könnte den gleichen sprachlichen Ursprung haben.

    Open ##4486668

  • @waywardsun@tech.lgbt 2026-08-10 10:50

    @OurParadise@social.tchncs.de Zumindest im österreichischen Sprachgebrauch wird genieren als "Genierer" verhauptwortet, meist in der stehenden Redewendung "keinen Genierer haben", i.e. schamlos sein. Findet angesichts der mores in diesen tempora breites Anwendungsgebiet :ms_crazy:

    Open ##5156620

  • @realSiegfried@troet.cafe 2026-08-10 12:01

    @OurParadise@social.tchncs.de Kennt das heute niemand mehr? Interessant. War in meiner Kindheit noch ganz normale Umgangssprache, z. B.: "Du brauchst dich nicht genieren, das anzuziehen." – "Ich genier mich aber!"

    Open ##5156623