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@inkorrupt@dresden.network

2026-09-22 05:19 UTC

Den Entertainment- & Feelgood-Aktivismus von #prüf an nur einem Samstagnachmittag im Monat halte ich leider für gescheitert. Die friedliche Revolution von 1989 und der rassist. Kartoffelauflauf von Pegida ab Ende 2014 legen nahe: Wer in DE wirklich von unten Druck auf die Politik machen will (und nicht nur gerne möchte) muss bereit sein dafür *jeden Montag*, bei Wind und Wetter, ggfs. ohne 90minütiges Unterhaltungsprogramm, und *überall* auf die Straße zu gehen. (Oder hat Traktoren.) Und ja, es ist #ZeitZumHandeln. Also prooft mich wrong, oder heult weiter viel zu leise.

Replies (3)

  • @mohs@climatejustice.social 2026-09-22 06:24

    @inkorrupt@dresden.network es bleibt folgenlos, so lange es in der Form der wochenendlichen Freizeitgestaltung daher kommt. In dem Punkt hatten die Strategen hinter der letzten Generation schon recht: Es muss schon irgend wie weh tun / auffallen.

    Open ##4805086

  • @inkorrupt@dresden.network ich denke, dass die viele zustimmen, aber organisieren will das niemand

    Open ##5073513

  • @inkorrupt@dresden.network Na ja, es is eigentlich sogar noch viel schlimmer. Es gibt keinerlei Hinweise darauf, dass Demos alleine(!!!) in einer Demokratie irgendeine Wirkung auf das Regierungshandeln haben. Demos erzeugen keinen ökonomischen Druck. Daran ändern auch Größe und Regelmäßigkeit von Demonstrationen nichts. Immer wenn es so aussieht, als seien Demos erfolgreich, sind die Umstände andere: Hinter den Demonstrierenden stehen Wirtschaftsinteressen (Bauernproteste), die Demonstrierenden fungieren als Rechtfertigung für etwas, was die Regierenden ohnehin wollen (Pegida u. ä.), Demos sind Ausdruck geänderten Wahlverhaltens (Klimaproteste 2019, BTW 2021) und so weiter. Wer echten Druck ausüben will, muss irgendwas in der Hand haben, um gehört zu werden. Zum Beispiel ernsthafte und realistische Drohung dass ausreichend viele Menschen den Mächtigen etwas entziehen, was diese nicht ohne weiteres ersetzen können, also ihre Arbeitskraft (Streiks) oder ihre Kaufkraft (Boykotte), wobei letzteres gegenüber Konzernen und bei Dingen, auf die man nicht verzichten kann, schon schwierig ist.

    Open ##5073523