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@berndmichaelgrosch@mastodon.bayern

2024-11-27 09:27 UTC

Dichters Los * Den Dichter man gern kritisieret – das war stets so in unser’m Land. Für Hohn gar man sich nicht genieret – hat schließlich doch seinen Verstand ! * „Der arm’ Poet – mag er doch hungern ! Man selbst lebt ja in Saus und Braus. Der Dichter mag sein’ Zeit verlungern und leben wie die Kirchenmaus. * Erdreistet sich doch dieser Flegel zu halten uns den Spiegel vor. Hält sich nur selten an die Regel, welch’ wir geschaffen – dieser Tor ! * Sieht uns’re Welt mit ander’n Augen, obwohl er lebet auch in ihr. Will wohl des Nacht’s den Schlaf uns rauben mit seinem dichterisch’ Gespür.“ * Gelesen wird er freilich gerne – doch dies steht auf `nem ander’n Blatt. Man bleibt ja schließlich von ihm ferne, auch wenn man ihn gelesen hat.... * (Aus dem Verse-Band ‚Wolkenkönig‘ von B. Mich. Grosch)

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