2026-05-10 15:02 UTC
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@olia@fedifreu.de 2026-05-10 15:37
chantalle basiert ihre position für eine unumgehbarkeit von zweigeschlechtlichkeit auf eine phenomenologische argumentation. die erfahrung einer potenz schwanger zu werden (und impliziet die potenz zu schwängern), und der erfahrung beim sexuelllen akt (penetration/circumlusion). wie so oft bei phenomenologischen argumenten gibt es die schwierigkeit wie man genau von der erfahrung zum potentiellen und abstrakten kommt. chantalle geht hier nicht ins detail, das ist auch eigentlich erstmal ok, es gibt da bestimmt schon geschriebenes zu. als größter gleichmacher fungiert die gesellschaftliche relevanz. also was normal oder naheliegend ist. z.b. dass alle gebährfähigen frauen sich mit schwangerschaft auseinandersetzen müssen weil ihnen kontakt mit männer nahegelegt wird. die grundlage ist natürlich das mann mit potententiell schwängerungsfähig gleichgesetzt wird. was ja in der gesellschaftlichen realität auch so ist, es gibt bestimmt mehr zeugungsunfähige cis als trans männer, damit ist die unmöglichkeit auch schon in der zweigeschlechtlichkeit angelegt. auf einer anderen ebene kommt aber auch hinzu das sexuelles begehren nicht im sex akt und reproduktion aufgeht. Die lesbe weis ja vor dem sexuellen akt das sie frauen mag und was sie an ihnen mag und wie auch wie sie in beziehung zu der begehrten person steht. der hetero sexuelle transman sieht sich in einer anderen konstellation zur begehrten frau als eine lesbische frau.