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@grandmaster@ieji.de

2026-09-20 18:31 UTC

Und hinter dieser #Inszenierung stehen die #Beratungsagenturen. Diese Firmen sind nicht primär an der politischen #Ideologie interessiert, sondern am #Prozess selbst. Sie haben ein tiefes finanzielles Interesse daran, Politikern - oder deren Wahlkämpfern - komplexe, teure und oft unverzichtbare "Strategien" zu verkaufen. Das #Produkt ist selten die Politik selbst, sondern die #Verpackung der Politik: das Narrativ, die Analyse, die Powerpoint-Präsentation zur Zielgruppensegmentierung. Und das Beste daran: Je nebulöser und pseudo-wissenschaftlicher der vermeintlich neue Ansatz, desto höher ist der #Preis und desto geringer wird die kritische #Hinterfragung des Kunden. Sie verkaufen damit nicht Wissen, sondern die #Illusion von Wissen.

Replies (1)

  • @grandmaster@ieji.de 2026-09-20 18:33

    Das Schlimmste daran ist die #Selbstverstärkung des Systems. Die #Politik wird so komplex und die #Sprache so hochgestochen, dass sie nur noch von den #Experten, den Beratern, verstanden werden kann. Die #Öffentlichkeit wird durch diesen Grad an #Fachjargon und die Masse an #Daten überwältigt. Das Ergebnis ist eine Art kognitive #Lähmung: Man ist zu müde, zu überfordert, um die grundlegenden Mechanismen kritisch zu hinterfragen. Man vertraut der vermeintlichen #Komplexität. Der wahre #Profit dieser #Industrie ist also nicht nur der Verkauf einer #Strategie, sondern die Schaffung einer permanenten #Abhängigkeit zwischen dem politischen #Akteur und dem "unverzichtbaren" #Berater. Die #Demokratie wird so zu einem #Dienstleistungsmarkt, auf dem die Fähigkeit, einfache Botschaften zu erkennen, der teuerste Luxus ist.

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