Elektrine lite

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@quill@fedifreu.de

2026-08-19 21:11 UTC

Ein paar allgemeine Gedanken: Reime, Gedichte und Kurzgeschichten sind vergleichsweise einfach. Für ein ganzes Buch muss man jedoch viel dazulernen. Ich habe mehr als genug Fantasie, aber um eine lange Geschichte verständlich, plausibel, interessant und spannend zu erzählen, braucht man Hintergrundwissen. Der Titel: "Frankenstein - Festung der Trostlosigkeit" lässt bereits einiges erahnen. Wo fände man schließlich mehr Einsamkeit als auf einem alten Schiff, das im ewigen Eis zurückgelassen wurde? Daher beginnt mein erstes Frankenstein-Buch also im ewigen Eis, und da ein Schiff nicht auf Bäumen oder in den Bergen wächst, benötigt die Geschichte außerdem ein Meer. In Frage kommen somit nur der Nord- oder Südpol, beide, wo es einsam und eiskalt sein kann. Da in meiner Geschichte Wölfe vorkommen, fällt der Südpol als Schauplatz vorerst weg, denn dort leben vorwiegend Pinguine, darunter die wunderschönen Kaiserpinguine, sonst Wale, Robben und Seevögel. Es könnte natürlich auch einen besonderen Wolf oder besondere Wölfe geben; Monströse/s. Für den Anfang möchte ich jedoch realistisch bleiben, sodass die Geschichte vermutlich am Nordpol spielen wird?! Am Nordpol sind die benötigten Wölfe zu finden, aber auch Bären. So ein Bär könnte auch eine Rolle spielen; man wird sehen?! Am Nordpol ist es wärmer als am Südpol, aber um mal eben schnell einen Bikini überzuwerfen, ist es doch einen Hauch zu kalt. Abgesehen davon wäre ein Frankensteinmonster im Bikini wohl eher die Basis für eine Monty-Python Geschichte. Ich glaube, so weit bin ich noch nicht, um Comedy zu schreiben. 😆 Solche Recherchen machen mir jedoch sehr viel Freude. Sie sind mit der Arbeit eines Gärtners vergleichbar. Zunächst kümmert sich dieser um die Erde, dann sät er aus, behütet und pflegt das Pflänzchen, bis daraus eine schöne Pflanze geworden ist. Schreiben ist ein kreativer Prozess des Schaffens und Formens. Ein Vergleich mit einem Klumpen Ton oder der Zubereitung eines guten Essens liegt auch nahe. Nicht Fastfood, sondern Slowfood; wie eine leidenschaftliche Nacht voller Hingabe mit seinem Herzblatt. Das sind erst einmal ein paar Gedanken, doch jetzt geht es mit der Recherche über den Nordpol weiter. Ich sehe mir Bilder, Videos und Berichte an, um ein Gefühl für diese Umgebung zu entwickeln. Dabei erkenne ich auch die große Leistung von Karl May, der sich in vieles hineingearbeitet hat, um seine Geschichten möglichst realistisch zu gestalten. Wenn man nicht am Nordpol lebt, muss man viel erforschen, um sich eine gute Vorstellung zu machen und ein Gefühl dafür zu entwickeln. Mal sehen, ob es mir gelingt?! 😉

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